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        Es war still. Rundum nichts als Berge. Die Rechten noch voll mit Schnee, die Linken schon wieder in triste Farben getaucht, gewärmt von der untergehenden Sonne. Es ist Montagabend – Anreisetag. Gestresst von der Autofahrt und den vielen Autos, dem Kindergeschrei und Menschen in ihrem mürrischen Alltagstrott daheim, finde ich so langsam Ruhe auf unserem Abendspaziergang im Tal.

        Der Schnee knirscht unter meinen neuen Wanderschuhen, die noch nicht wirklich eingelaufen sind. Vor meinem Gesicht eine immer wiederkehrende warme Wolke, in die ich stets hineinlaufe. Es ist kühl. So kühl, dass nur eine extra dicke Thermoschicht unter meiner normalen Kleidung mich warm und trocken hält. Wir laufen durch den hohen Neuschnee. Ohne Schneeschuhe. Das immer erneute Einsacken erschwert das Laufen zum See ungemein. Etwas erinnert es mich an das Laufen im Wasser, in der Hoffnung so doch schneller zu sein, als zu schwimmen. Unten angekommen kommt mir des Öfteren die Frage auf, ob sich unter dem Schnee noch der Boden befindet oder ob wir schon im Bach neben uns laufen. Meine Schuhe sind zum Glück wasserdicht.

        Kaum ist die Kamera rausgeholt und die richtige Kleidung angezogen, sind alle Anstrengungen der vergangenen halben Stunde vergessen. Die Konzentration und Nervosität haben ihren Höhepunkt erreicht. Es ist der Moment gekommen, weswegen wir eigentlich hier sind. Den Auslöser der Kamera mit gefrorenem Finger immer wieder drückend, um diesen einen Moment nicht zu verpassen, im Kopf denkend „Es ist soweit, es ist endlich soweit,…“

        Das laute Brummen des Autos reißt mich aus meinem Halbschlaf. Wir fahren auf Serpentinen nach oben. Es bringt uns – merklich angestrengt – den Berg nach oben zu einem Skigebiet.

        Hat jemand was von Schneeketten gesagt? Auf dem Parkplatz ist es eine reine Rutschpartie. Aber es sind ja nur noch paar Meter…

        Ausgestiegen ist es ein komisches Gefühl. Die Luft ist… dünner, das Wetter eisiger und der Wind stärker. Ich bin ein wenig wackelig auf den Beinen, genauso wie Katja. Ist es nur Einbildung oder muss sich der Körper an den Höhenunterschied gewöhnen? Fragen über Fragen.

        Wir sind mitten im Schnee. Mitten in den Bergen und ganz nah an der Spitze einer von ihnen. Auch hier hört man nur das Brummen der Skilifte in der nahen Umgebung. Sonst nichts. Nicht einmal der Wind, der sonst so gemein um die Ecke pfeift. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Es ist das erste Mal, dass ich es wirklich genießen kann, in den Bergen zu sein. Sie sind wunderschön.

        Der Ausblick aus dem 2 Meter hohen, künstlich angelegten Wander-/Rodelweg, den wir hochlaufen, lässt die Anstrengung der Steigung etwas in den Hintergrund treten. Dieser Moment ist perfekt. Ich bin genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort – mit den richtigen Leuten. Eine kleine Pause mit Getränken, Schnee und viel Spaß lässt uns Energie tanken und gibt mir Zeit ein paar Videos für euch aufzunehmen.

        Der letzte Tag vor der Abreise – ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit bei viel Spaß und Abenteuer vergeht.

        Katja und ich möchten noch einmal zu dem See von Dienstag. Diesmal nehmen wir einen anderen Weg. Dort hat es zwar weniger Schnee, dafür aber Glatteis. Für unsere Hosen ist es auf jeden Fall von Vorteil.

        Der See hat eine Insel in der Mitte, der ihn fast in zwei teilt. Auf der einen Seite ist er zugefroren und auf der anderen ist das Wasser so klar, dass man vom Weg aus zwei Meter auf den Grund schauen kann.

        Wieder den Finger auf dem Auslöser, mache ich weitere schöne Paarfotos von Katja und Matthias. Die Location bietet sich förmlich dafür an!

        Unser zweiter Tagespunkt für heute – eine Brücke. Der Verkäufer am Ticketschalter sagt uns bereits, dass es steil nach oben gehen würde. Aber so steil? Ich bin vollkommen außer Puste. Langsam trotte ich den dreien auf dem Weg zur Brücke nach. Oben angekommen gibt es schon die erste Belohnung für diesen wirklich anstrengenden Weg. Eine Hängebrücke über mehrere Meter über dem Boden. Ein mehr als cooles Gefühl, runter zu schauen, dabei zu laufen und die Schwingungen der Brücke etwas auszugleichen. Nicht nur das ist ein wundervolles Gefühl – die Aussicht lässt auch keine Wünsche offen. Genauso wie der Urlaub.

        Das sehnlichst erwartete Video von euch! Endlich ist es fertig gestellt und online!

        Bilder, die sonst im Urlaub entstanden sind:

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